Am diesem Tag wurde im Klassenverband Mathematik unterrichtet, wobei man erwähnen muss das der Lernstoff auf jeden Schüler individuell konzipiert wurde d.h. sie werden ihrem Niveau entsprechend gefördert. Es gibt einige Schüler die mit Zahlen nichts anfangen konnten, zumal diese keinen Bezug zur Realität sahen. So kann eine einfache Aufgabe wie zB. 4 mal 3 ziemlich abstrakt wirken, wenn es für den Schüler keinen greifbaren und vergleichbaren Rahmen zur Realität existiert, demnach müssen die Schüler anders gefördert werden, indem bestimmte Rechenschemata beibehalten werden und immer wiederholt werden, somit werden die Schüler allmählich mit Zahlen vertraut gemacht und nach einer gewissen Routine fällt die Anwendung einiger mathematischer Grundlagen nicht mehr schwer.
Doch meines Erachtens ist dies nicht nur ein Problem an Förderschulen sondern ein allgemeines Problem unserer Wissensgesellschaft. Wenn ein sechsjähriges Kind "Die Männers lieften nach Hause" sagt, dann wissen Erwachsene, wie sie sinnvoller Weise reagieren. Sie versuchen, den Sinn der Äußerung zu verstehen, wiederholen den Satz grammatikalisch korrekt und bestätigen so das Kind implizit in seinem Bemühen, sich nach und nach die Regeln der Sprache anzueignen. Anders sieht es jedoch häufig aus, wenn dasselbe Kind äußert: "4 Autos und 3 Autos, das sind zusammen 6 Autos". Normalerweise tun sich Erwachsene schwer in vergleichbarer Weise unterstützend zu agieren, wenn es um Mathematik geht. Zu wenig ausgeprägt ist die Haltung, auch hier mit den Augen der Kinder zu schauen.
Demnach werden die mathematischen Grundlagen durch Rollenspiele und Vergleiche vermittelt, der Schüler wird nicht ausgelacht wenn er mal was Falsches sagt, er wird dazu animiert es neu zu versuchen und mit Hilfe der Gruppe und der Unterstützung der Betreuerin kann Mathematik sogar spaß machen, wenn der Bezug zur Realität spielerisch beibehalten wird.
Somit wird die Scheu vor der Mathematik immer mehr desensibilisiert, sodass auch Schüler die weniger gut sind sich am Gruppenprozess beteiligten und davon auch profitieren konnten.
Dienstag, 22. Januar 2008
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