An diesem Tag neigte sich mein Praktikum an der Fröbelschule dem Ende zu.
Nach zehn Tagen bekam ich einen tiefen Einblick und konnte mir eine nicht von den Medien beeinflusste Meinung bilden, denn wenn man nicht live dabei war kann sich keine klare Meinung bilden, zumal Medien uns nur einen kleinen Ausschnitt eines ganzen Systems darbieten und dies reicht meines Erachtens nicht aus bestimmte Sachverhalte richtig bewerten zu können. Ich muss jedoch zugeben dass ich auch sehr viele Vorurteile gegenüber der Schule bzw. den Schulleiter hatte, denn es sah so aus das die Schüler kollektiv aufgegeben wurden, wobei dieser Aspekt so aus den Medien hervorging. Doch jeder Schüler wird individuell gefördert. Ein Schüler der bereit dazu ist zu lernen um einen Hauptschulabschluss zu bekommen, bekommt die nötige Hilfe ausgehend von den Lehrern. Derjenige der keinen Abschluss haben möchte und gar nicht bereit dazu ist in der Zukunft arbeiten zu müssen, dem wird Lebenshilfe unterrichtet. Natürlich wirkt diese Lebenshilfe in Form von Hartz-IV unterricht sehr kontrovers, doch würden sich die Schüler auf einen normalen Unterricht einlassen? Den sie ihres Erachtens gar nicht brauchen?! Dies ist eine überaus schwierige Frage, die ich in diesem Tagebuch-Rahmen gar nicht beantworten möchte.
Doch bevor der Unterricht sich zum Ende neigte besuchte mich mein Psychologielehrer der Maria-Sibylla-Merian-Gesamtschule, dieser hat mich während meines Praktikums sehr unterstützt in Form von neuen Ideen und der Konzeption meines Fragebogens. Diesen Kontakt sah ich nicht als selbstverständlich.
Mein Lehrer sollte sich mit diesem besagten Besuch auch ein Bild von mir und der Schule machen, damit er später beim lesen meiner Facharbeit sich mit der Thematik besser auseinandersetzen und die Hintergründe besser erfassen kann. Darüber hinaus konnte er mit dem Schulleiter sprechen und ihm wurde ein Bild einer Schule aufgezeigt, die leider von sozialen Missständen gezeichnet ist. Doch aus dem Gespräch mit meinem Psychologielehrer ging auch hervor dass die Schule auch vieles macht, um die Schüler von diesen Missständen für einen kurzen Zeitraum abzulenken wie z.B durch Schulbands, Musikunterricht, Karate etc.
Dienstag, 22. Januar 2008
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